Stellungnahme des Kirchenvorstandes zu den Vorwürfen gegen St. Katharina

Die Pflegeeinrichtung St. Katharina wurde in den letzten Wochen immer wieder mit Vorwürfen einer Gruppe von Angehörigen konfrontiert, die die Einführung und Umsetzung eines modifizierten Pflegekonzepts in der Einrichtung zum Gegenstand hatten. In vielen Gesprächen mit der Heimleitung, der Geschäftsführung dem Aufsichtsrat und dem Kirchenvorstand wurde den Vorwürfen nachgegangen und, soweit notwendig, für Optimierungen und Abhilfe gesorgt. Leider verließen nach einiger Zeit die beiden Sprecher der siebenköpfigen Gruppe von Angehörigen den Pfad der Sachlichkeit und forderten Mitarbeiter- und Bewohnerdaten, die nichts mit den eigentlichen Vorwürfen zu tun hatten, der Verschwiegenheitspflicht der Einrichtung unterliegen und somit auch nicht in einer Gruppe diskutiert werden können. Angebote über individuelle Pflege-Fachgespräche wurden von den Angehörigen abgelehnt.

Ihren nicht erfüllbaren Forderungen Nachdruck verliehen die beiden Sprecher, namentlich Herr Werner Kemler sowie der Sprecher, der Wert darauf legt, in der Presse nicht genannt zu werden, durch Drohungen, insbesondere einer ‘schlechten Presse‘, sowie Negativdarstellungen in der Öffentlichkeit. Der Kirchenvorstand hat hierzu in seiner Sitzung vom 23.06.2016, auch unter dem Eindruck der laufenden, rufschädigenden Kampagnen, beschlossen, sich weder drohen noch erpressen zu lassen.
Aufgrund der Vorgehensweise und der damit einhergehenden Rufschädigung der Einrichtung, initiiert von den beiden Sprechern der Gruppe, sieht sich der Kirchenvorstand veranlasst, folgende Informationen bekannt zu geben:
Der Erklärung von Herrn Kemler im Lokalteil einer Werner Zeitung am 23.06.2016, er habe Konsequenzen gezogen und seine Mutter aus der Einrichtung genommen, ist hinzuzufügen, dass Herr Kemler am 02.06.2016 nachhaltig die Bitte äußerte, seine Mutter, trotz von ihm erklärter Kündigung, in der Einrichtung belassen zu dürfen.

Die von den beiden Sprechern der Gruppe initiierten Anlassprüfungen der Aufsichtsgremien, namentlich der Heimaufsicht und des Prüfdienstes der PKV ergaben, dass der Pflegezustand der Bewohner der Pflegeeinrichtung St. Katharina ausnahmslos gut und nicht zu beanstanden ist. Zurzeit werden noch die Strukturdaten (Dienstpläne, Standardverfahren, etc.) geprüft. Hier liegt noch kein abschließendes Ergebnis vor. Wir werden aber auch hierrüber berichten.
Der Kirchenvorstand hofft, mit dieser Stellungnahme zu einer Versachlichung der Diskussion beigetragen zu haben, die unverantwortlich zu einer tiefgreifenden Verunsicherung und Existenzangst der Bewohner und der Mitarbeiter der Einrichtung geführt haben.
Letztlich gilt ein besonderer Dank den Mitarbeitern von St. Katharina, die auch in schwierigen Zeiten in der liebvollen Pflege der ihnen anvertrauten Bewohner nicht nachgelassen haben.
Für den Kirchenvorstand
Jürgen Schäfer, Pfarrdechant
-Vorsitzender des Kirchenvorstandes-