Ording hatte Mitte der 1950er-Jahre von Bischof Dr. Michael Keller den Auftrag erhalten, den Kirchenbau für die geplante Gemeinde zu beaufsichtigen. Keller hatte dem Vikar zwei Alternativen unterbreitet – die Nachfolge von Pfarrer Bensch in Stockum anzutreten oder den Aufbau der neuen Kirche zu leiten. „Nach reiflicher Überlegung gab ich dem Bischof zu verstehen, dass mir die Übernahme des Kirchbaus nicht unangenehm wäre“, erinnerte sich Ording später in der Kirchenchronik. Hinter der zurückhaltenden Formulierung versteckt sich ein resolutes Engagement: Ording widmete sich der Aufgabe mit ganzer Kraft und warb an verschiedenen Stellen erfolgreich für die finanzielle Unterstützung des Bauvorhabens. Ein großes Lob zollte er in der Kirchenchronik den Katholiken von St. Christophorus, dafür „dass sie für St. Johannes immer wieder eine offene Hand hatten“. Ording erwies sich zudem als einfallsreicher Spendensammler. Als er 1955 auf einem Hof in Schmintrup zu einer Hochzeit eingeladen war, suchte er spontan in der Kleiderablage nach einem Zylinder und ging damit durch die Tischreihen der Gäste. „Es wurde ein voller Erfolg“, berichtete er. Und sogar die Doppelkopfrunde der Werner Pfarrgeistlichen konnte er davon überzeugen, die erspielten Summen dem Kirchbau zu übertragen.


