Die Kirche Maria Frieden ist mit ihrem massigen, fast 30 Meter hohen Turm ein Wahrzeichen des Werner Westens. Ihre sparsame, fast strenge Architektur weist sie als typischen Nachkriegsbau der 1950er-Jahre aus. Mit bescheidenen Formen und klaren Proportionen wollten sich die Architekten jener Zeit vom Größenwahn der Nationalsozialisten abgrenzen. Der Bruch mit dekorativeren Traditionen sollte außerdem für den geistigen Neuanfang der jungen Bundesrepublik stehen.
1950, sechs Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, war nicht nur das Geld, sondern auch der Wohnraum sehr knapp – in Werne ebenso wie fast überall in der BRD. Flüchtlinge und Vertriebene aus ehemaligen deutschen Ostgebieten suchten in der Stadt zwischen Münsterland und Ruhrgebiet eine neue Heimat. Aus dem Krieg heimgekehrte Soldaten wollten Familien gründen und endlich sesshaft werden. Im Westen von Werne entstanden neue Eigenheime, zunächst im Baaken, später wuchs im Bereich der Ovelgönne und Selmer Landstraße die Kolpingsiedlung.


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Pfarrgemeinde St. Christophorus
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